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Seniorentag fordert Zukunftsoffensive für ältere Menschen
21.06.2000 • 0 Kommentare

Die Veranstalter des Deutschen Seniorentages fordern eine Zukunftsoffensive für ältere Menschen. In einer am
Mittwoch veröffentlichten «Nürnberger Erklärung» heißt es, bis zum Jahr 2030 werde jeder dritte Deutsche älter als sechzig Jahre sein. Die Verfasser, die Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren-Organisationen
(BAGSO), mahnten, ältere Menschen dürften deshalb nicht ausgegrenzt werden. Um die «Menschlichkeit der Gesellschaft» zu sichern, müsse das Erfahrungswissen der älteren Generationen anerkannt werden. In der Nutzung der Fähigkeiten und Kompetenzen der Senioren lägen
wesentliche Zukunftschancen.

Die BAGSO fordert in der Erklärung zudem einen «weitreichenden politischen Konsens» bei der Rentenreform. Die Alterssicherung und der Generationenvertrag müssten eine dauerhafte verlässliche
Grundlage des sozialen Systems bleiben. Zwischen der Lebensführung in der Erwerbsphase und den Jahren danach dürfe kein Bruch entstehen. Auch sei es an der Zeit, die «deutsche Teilung auch in den Rentensystemen» zu beenden.

Die ältere Generation habe ein Anrecht auf alle medizinisch notwendigen Maßnahmen. Deshalb dürfe es für Medikamente oder Therapien keine Altersgrenze geben. Auch bei den Leistungen für die Pflege dürfe es keinen Stillstand geben. Für das «fast dreißigjährige
Leben nach der Berufstätigkeit» brauche die Gesellschaft schlüssige Konzepte, wird in der Erklärung gefordert. Der Staat müsse daher rasch auf die demographische Entwicklung reagieren.

Quelle: A.Fraedrich/ Nürnberg (ddp).

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