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Eppendorf / Hoheluft Ost
Teilzeit / Vollzeit: 3-5 Tage die
Woche
Wir sind eine moderne Praxis zum
Wohlfühlen im schönen Eppendorf /
Hoheluft Ost mit orthopädischer
und sportmedizinischer Ausrichtung,
die sehr eng mit den führenden
Fachärzten zusammenarbeitet und
Patienten ausschließlich im
Stundentakt behandelt.
Möchtest du in einem jungen Team
arbeiten, gut verdienen, dich mit
führenden Fachärzten austauschen
und interessante Patienten aus der
O...
Eppendorf / Hoheluft Ost
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Doch genau daran entzündet sich inzwischen ein offener Konflikt zwischen Krankenkassen und Berufsverbänden. Die Ärztezeitung hat beide Seiten ihre Positionen ausführlich darstellen lassen. Dafür haben sie Steffen Gabriel, dem Bundesgeschäftsführer des Verbandes für Phyiotherapie (VPT), und Bernd Fährmann, dem Leiter des Referates Heil- und Hilfsmittel im AOK-Bundesverband, dieselbe Frage gestellt:
Ist die Blankoverordnung in der vorliegenden Form ein Erfolgsmodell?
CONTRA
„Kosten steigen massiv – Nutzen bleibt unklar"
Der AOK-Bundesverband bewertet die Entwicklung der Blankoverordnung sehr kritisch. Die Kasse sieht starke Kostensteigerungen ohne erkennbaren Mehrwert für die Versorgung.
In der Ergotherapie seien die Ausgaben um 62 Prozent gestiegen, in der Physiotherapie hätten sie sich nahezu verdoppelt. Gleichzeitig hätten Behandlungszahlen und hochpreisige Leistungen deutlich zugenommen.
Sorge vor Kosten- und Mengenausweitung
Besonders kritisch bewertet die AOK die stärkere Nutzung Manueller Therapie sowie sogenannte Hochkostenfälle mit abgerechneten Verordnungen über mehreren tausend Euro. Daraus entstünden wirtschaftliche Fehlanreize und zusätzliche Belastungen für ohnehin knappe Therapiekapazitäten.
Zweifel am tatsächlichen Versorgungseffekt
Zudem zeigten stichprobenhafte Auswertungen laut AOK oft nur geringe Veränderungen im eigentlichen Therapieverlauf. Deshalb lasse sich der Kostenanstieg bislang nicht überzeugend mit stärker individualisierten Therapien erklären.
PRO
„Versorgung darf nicht nur über Kosten bewertet werden"
Der Verband für Physiotherapie (VPT) hält die Kritik der AOK für voreilig und methodisch problematisch. Der zentrale Vorwurf: Bewertet würden fast ausschließlich Kosten und Mengen, nicht aber Qualität und Versorgungsergebnisse. Dabei sei politisch ausdrücklich vorgesehen, die Blankoverordnung langfristig zu evaluieren. Erst der gesetzlich vorgesehene Bericht nach vier Jahren solle belastbare Aussagen zu Therapieerfolg, Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität liefern.
Qualität bleibt außen vor
Besonders kritisch sieht der VPT, dass wichtige Faktoren bislang gar nicht untersucht werden. Patientenzufriedenheit, funktionelle Verbesserungen, vermiedene Chronifizierungen oder reduzierte Arbeitsunfähigkeiten tauchten in der Analyse kaum auf. Trotzdem werde bereits behauptet, es gebe „keinen Qualitätsgewinn“.
Versorgungseffekte bleiben unberücksichtigt
Auch die häufigere Nutzung Manueller Therapie sei fachlich nachvollziehbar. Viele Schulterdiagnosen würden heute leitliniengerecht anders behandelt als früher. Höhere Kosten allein seien deshalb kein Beleg für Fehlversorgung. Zusätzlich würden mögliche Einsparungen an anderer Stelle ausgeblendet – etwa weniger Operationen, weniger Arztkontakte oder kürzere Arbeitsunfähigkeiten. Genau diese gesamtwirtschaftliche Perspektive fehle bislang in der Bewertung.
Einordnung: Bewertung bleibt unvollständig
Die Kritik der AOK verweist durchaus auf reale Probleme. Extrem hohe Einzelverordnungen oder wirtschaftlich motivierte Fehlentwicklungen müssen kritisch betrachtet werden – auch innerhalb der Physiotherapie.
Gleichzeitig bleibt die aktuelle Bewertung unvollständig. Therapieergebnisse, vermiedene Chronifizierungen oder verkürzte Arbeitsunfähigkeiten werden gar nicht erfasst.
Die Blankoverordnung bleibt damit ein System im Übergang. Ob höhere Ausgaben langfristig auch bessere Versorgung und geringere Folgekosten bedeuten, lässt sich derzeit noch nicht seriös beantworten. Klar ist damit auch: Eine ernsthafte Bewertung kann erst dann funktionieren, wenn Qualität, Versorgungsergebnisse und Wirtschaftlichkeit gemeinsam betrachtet werden können.
Alles andere bleibt eine Debatte über Kosten – nicht über Versorgung!
Oder wie Steffen Gabriel es so schön ausgdrückt hat: "Qualität kann man nicht messen, wenn man die Messung weglässt!"
O.G. / physio.de
Anmerkung der Redaktion:
Der VPT berichtet in einer jüngst erschienen Meldung von ersten Zwischenergebnissen der Hochschule Trier, die "klare Funktions- und Schmerzverbesserungen im Therapieverlauf der Patient*innen in der Blankoverordnung" zeigen würden.
BlankoverordnungVPTAOK
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Für mich ist das absolut unverständlich, dass weiterhin zwischen KG, MT, KMT usw. unterschieden wird...
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Kevin Rein schrieb:
Wird dieser Punkt denn in den Verhandlungen von den Heilmittelverbänden angebracht? Falls ja, mit welcher Begründung lehnt die KK diesen Vorschlag denn ab?
Für mich ist das absolut unverständlich, dass weiterhin zwischen KG, MT, KMT usw. unterschieden wird...
die Verbände bringen es nach eigenen Angaben ein, wird aber von den Kassen nicht angenommen. Die Wahrheit liegt bekanntlich in der MItte.
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Andreas Bock schrieb:
@Kevin Rein
die Verbände bringen es nach eigenen Angaben ein, wird aber von den Kassen nicht angenommen. Die Wahrheit liegt bekanntlich in der MItte.
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Andreas Bock schrieb:
Dann sollte man doch einfach die Zertifikate Abschaffen und dann hat man das Problem nicht mehr. Klingt einfach, ist den Herren bei der Krankenkasse aber nicht recht, dann könnte man die Branche nicht unter generall Verdacht stellen oder Absetzungen rechtfertigen.
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Dario schrieb:
Ich sehe im manuelle Therapie Zertifikat keinen Mehrert. MT hat da und dort seine daseinsberechtigung, aber daraus einen Zertifikat zu schaffen ist überzogen. In meiner Grundausbildung habe ich genügend MT Kenntnisse vermittelt bekommen, die späte MT Zertifikatsfortbildung betrachte ich im Nachhinein als überflüssig. Ich arbeite international im Profisport und bin ständig mit internationalen Kollegen im Austausch und keiner von denen hat ein MT Zertifikat, erzielen aber auch super Ergebnisse. Wir in Deutschland sind zu Konzept lastig und verstehen viel zu wenig von der Pathophysiologie, Biochemie, Schmerzphysiologie, Pharmakologie, Trainingslehre mit Load Management usw. Es gibt exzellente deutsche Kollegen aber nicht dem Ausbildungssystem geschuldet, sondern wegen eigener Motivation sich nach vorne zu bringen. Was nutzt mir die 100 Ste Technik wie man translatorisches gleiten macht wenn ich von der Pathologie nichts verstehe und da ist deutscher PT sowas von schlecht. Wenn ich mich mit meinen Angestellten PTs unterhalte, dann bin ich erschrocken wie wenig Ahnung über Physiologie, pathehanik, relevante Pharmakologie. Wenn ich Patienten behandle da muss ich doch Wechselwirkungen zwischen meiner Behandlung und verordneten Medikamenten abschätzen können. Das wird schlicht weg nicht gelehrt.
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Lucky2004 schrieb:
Nunja, man kann das auch mal so sehen: endlich werde ich für die Schulterbehandlungen angemessen entlohnt. Als ausgebildeter Manualtherapeut vergesse ich bei einem verordneten KG Rezept meine manualtherapeutische Ausbildung auch nicht einfach, da ich nur den KG Tarif bekomme.....Ich vergesse auch nicht die Lehrinhalte, der absolvierten Neuro- Kurse, um beitragende Faktoren besser analysieren zu können......Die Physiotherapeuten leisten am Patient permanent mehr als einfache KG, um die Symptome zu verbessern. Die Kassen wollen immer alles und gerne nur für den KG Tarif......Ich habe so langsam echt keine Lust mehr auf den Beruf und die ganzen Gängeleien.
Ich habe mir bereits im letzten Jahr auf der Therapie in L die "Ergebnisse" der BV von verantwortlichen Mitarbeitern des GKV-SV anhören dürfen. Damals gab es dafür nicht mal eine Datenbasis.
Die Aussagen der Kassen sind politisch motiviert und wenn die Zahlen so zusammengezimmert werden, dass sie zur gewünschten politischen Aussage passen, wird kein noch so zutreffendes Argument das ändern.
Seit Jahren wird der Barmer-Report mit unzutreffenden Aussagen veröffentlicht, die sogar von den Aufsichtsbehörden beanstandet werden. Im Folgejahr erscheint der gleiche Bericht nur leicht umformuliert.
Nach wie vor versuchen wir die Dingen bei uns selbst zu kompensieren.
Chaos bei der Bürokratie? Kein Problem, die Praxisorganisation biegt das zu eigenen Lasten zurecht. Marge stimmt nicht mehr? Kein Problem, PI verzichtet auf Rente.
Therapie wird nicht auskömmlich bezahlt? Kein Problem, Angestellte erhalten weniger Gehalt.
Die breite Masse der Praxen arbeitet nicht mehr auskömmlich. Wenn Angestellte und Selbständige in Bezug auf ihre Honorierung im selben Boot sitzen und zudem die Praxen in Bürokratie ersaufen, ist das "Geschäftsmodell" Physiotherapie nicht mehr tragfähig.
Wir sollten daher aufhören, die Propaganda der Kassen ernst zu nehmen und uns sogar danach zu richten.
Vielmehr müssen wir anfangen, die Dinge nicht immer zu unseren Lasten zu regeln.
"Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."
(Erich Kästner)
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Jens Uhlhorn schrieb:
Ich denke, man darf als Branche nicht über jedes Stöckchen springen, das einem da hingehalten wird.
Ich habe mir bereits im letzten Jahr auf der Therapie in L die "Ergebnisse" der BV von verantwortlichen Mitarbeitern des GKV-SV anhören dürfen. Damals gab es dafür nicht mal eine Datenbasis.
Die Aussagen der Kassen sind politisch motiviert und wenn die Zahlen so zusammengezimmert werden, dass sie zur gewünschten politischen Aussage passen, wird kein noch so zutreffendes Argument das ändern.
Seit Jahren wird der Barmer-Report mit unzutreffenden Aussagen veröffentlicht, die sogar von den Aufsichtsbehörden beanstandet werden. Im Folgejahr erscheint der gleiche Bericht nur leicht umformuliert.
Nach wie vor versuchen wir die Dingen bei uns selbst zu kompensieren.
Chaos bei der Bürokratie? Kein Problem, die Praxisorganisation biegt das zu eigenen Lasten zurecht. Marge stimmt nicht mehr? Kein Problem, PI verzichtet auf Rente.
Therapie wird nicht auskömmlich bezahlt? Kein Problem, Angestellte erhalten weniger Gehalt.
Die breite Masse der Praxen arbeitet nicht mehr auskömmlich. Wenn Angestellte und Selbständige in Bezug auf ihre Honorierung im selben Boot sitzen und zudem die Praxen in Bürokratie ersaufen, ist das "Geschäftsmodell" Physiotherapie nicht mehr tragfähig.
Wir sollten daher aufhören, die Propaganda der Kassen ernst zu nehmen und uns sogar danach zu richten.
Vielmehr müssen wir anfangen, die Dinge nicht immer zu unseren Lasten zu regeln.
"Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."
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Lucky2004 schrieb:
Und dann sind wir genau da, wo die Kassen uns haben möchten: Viele werden die 18 Behandlungseinheiten über 16 Wochen ziehen, da niemand wirklich Lust hat mit 10% Abschlag weiter zu arbeiten. Befund und Dokumentation wie bei den ganzen anderen VOs in den 20 Minuten Behandlungszeit......Es ärgert mich, wie die Kassen das Geld an unnötigen Ecken raus schmeißen und bei den wichtigen Dingen die Stellschrauben immer weiter anziehen.
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anika666 schrieb:
@Lucky2004 Wie kommst du darauf? Die Diagnosen, die „nur“ 18 Mal hergeben, kriegt man meistens in weniger Einheiten wieder in den Griff. Das ist zumindest meine Erfahrung. Alles andere sind chronifizierte Sachen und da reicht ja dann auch einmal in der Woche. Oder die Diagnose stimmt nicht und die Schulter ist nur sekundär. Dann muss man eh schauen.
Wenn man sich die Studie aus Finnland zur RMR anschaut, könnte man zu der Erkenntnis gelangen, daß der zielführendere Weg eine generelle BV wäre. So wie es in der Schweiz schon länger praktiziert wird!
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Stefan Preißler schrieb:
@anika666 das mit der Diagnose ist gerade bei der Schulter wohl so ne Sache.
Wenn man sich die Studie aus Finnland zur RMR anschaut, könnte man zu der Erkenntnis gelangen, daß der zielführendere Weg eine generelle BV wäre. So wie es in der Schweiz schon länger praktiziert wird!
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anika666 schrieb:
@Stefan Preißler Natürlich. Es ist ja auch nichts Neues, dass die meisten Schulterbeschwerden ihre Ursache woanders haben. Was aber im Grunde egal ist, selbst wenn ich z.B. das rechte Sprunggelenk behandle und damit die Schulterschmerzen in den Griff bekomme. Die meisten Ärzte können nicht richtig diagnostizieren, das war schon immer so. Und bei mir ist es so, dass ich auch nicht unbedingt eine Diagnose stellen kann, da viele Probleme multifaktorell sind und sich vieles erst im Laufe der Behandlung ergibt. Weshalb ich Diagnosenstellungen eh für relativ fraglich halte. Ich bin sehr dafür, dass die BV ausgeweitet wird und ganz ehrlich, wenn uns jetzt die Pauschalen für die Verwaltungsarbeit gekürzt werden, dann gibt es bei mir eben 2-3 Doppelbehandlungen in 30 Minuten pro BV.
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Unsichtbar schrieb:
Es mag ja sein, dass wir die Physiotherapie für die BV nicht neu erfunden haben und Abläufe und Therapien gleich geblieben sind. Was aber dazu gekommen ist sind erweiterte Dokumentationspflichten. Die werden bleiben, nur die zusätzliche Vergütung dafür soll gestrichen werden. Unterm Strich eine Vergütungsreduzierung.
ansonsten bei spotify reinhören. Gehen schön auf den AOK Bericht ein.
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bzholti schrieb:
Hört euch dazu mal den Podcast von Jesko Streek und Sven Ringel an. Weiß leider nicht ob hier Verlinkungen funktionieren: Link
ansonsten bei spotify reinhören. Gehen schön auf den AOK Bericht ein.
Viel zu selten wurde die KG-Gerät von Ärzten verordnet und Therapeuten müssen jetzt erstmal testen welche der viel zu vielen technischen Möglichkeiten beim Patienten den langfristigen Erfolg bringen. Wir wollen im internationalen Wettbewerb mithalten, dann gehört das Feedback zum Lernen dazu.
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Gelabinchen schrieb:
Eigentlich ist das sowohl von den Kk'n als auch von den Berufsverbänden so was ähnliches wie Geschwätz. Woher will man wirklich wissen ob jetzt eine bessere Versorgung durch oder nur eine Kostensteigerung entstanden ist. Oft genug wurde Patienten der Zugang zu weiteren Vo's verwehrt und verfälscht den Vergleich. Es müssten digitale Patientenportale in der Praxis für die Bewertungen der Behandlung mit Verordnungstyp Blanko/ normale Vo für Schulter drei möglichen Antworten [ja, nein, weiß nicht] eingeführt und für statistische Zwecke sowohl den Berufsverbänden als auch Kk'n zugesendet werden.
Viel zu selten wurde die KG-Gerät von Ärzten verordnet und Therapeuten müssen jetzt erstmal testen welche der viel zu vielen technischen Möglichkeiten beim Patienten den langfristigen Erfolg bringen. Wir wollen im internationalen Wettbewerb mithalten, dann gehört das Feedback zum Lernen dazu.
Auch die frühe Einschätzung der Wirtschaftlichkeit nach weniger als einem Jahr wirkt vor dem Hintergrund einer langfristig angelegten Evaluation von bis zu vier Jahren nicht ausreichend belastbar und vermittelt den Eindruck einer vorschnellen Bewertung bestehender Vertragsstrukturen.
Zudem besteht in der Praxis das Problem unspezifischer oder teils unzutreffender ärztlicher Diagnosen, etwa Schulterdiagnosen bei tatsächlich vorliegendem HWS-Syndrom. Die Blankoverordnung wird dadurch teilweise wie ein Freiraum verstanden, in dem der Therapeut eigenständig agiert.
Hier wären Krankenkassen stärker gefordert, auf korrekte Diagnostik und Befundqualität hinzuwirken, etwa durch gezielte Schulungen. Hinweise von Physiotherapeuten auf diagnostische Unstimmigkeiten bleiben jedoch häufig ohne Konsequenz.
Grüsse Andre Laufer
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AAndy schrieb:
Als VDB-Bundesvorsitzender möchte ich betonen, dass es zu kurz gedacht ist, die Blankoverordnung pauschal als Konstruktionsfehler zu bezeichnen, da die Krankenkassen grundsätzlich Prüfmechanismen zur Verfügung haben. Kritischer ist vielmehr, dass statt konsequenter Einzelfallprüfungen häufig pauschale Bewertungen erfolgen.
Auch die frühe Einschätzung der Wirtschaftlichkeit nach weniger als einem Jahr wirkt vor dem Hintergrund einer langfristig angelegten Evaluation von bis zu vier Jahren nicht ausreichend belastbar und vermittelt den Eindruck einer vorschnellen Bewertung bestehender Vertragsstrukturen.
Zudem besteht in der Praxis das Problem unspezifischer oder teils unzutreffender ärztlicher Diagnosen, etwa Schulterdiagnosen bei tatsächlich vorliegendem HWS-Syndrom. Die Blankoverordnung wird dadurch teilweise wie ein Freiraum verstanden, in dem der Therapeut eigenständig agiert.
Hier wären Krankenkassen stärker gefordert, auf korrekte Diagnostik und Befundqualität hinzuwirken, etwa durch gezielte Schulungen. Hinweise von Physiotherapeuten auf diagnostische Unstimmigkeiten bleiben jedoch häufig ohne Konsequenz.
Grüsse Andre Laufer
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