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Ausgewählte Kennzahlen
Bruttoumsatz
Der Bruttoumsatz für alle Heilmittel stieg im Jahr 2025 um 10 Prozent auf ca. 14,4 Mrd. Euro. Der Löwenanteil entfiel dabei mit ca. 9,9 Mrd. Euro erwartungsgemäß auf den Bereich der Physiotherapie, welche sich über eine Umsatzsteigerung von 7,7 Prozent freuen darf.
Dem gegenüber stehen die Bruttoumsätze für Ergotherapie von ca. 2,5 Mrd. Euro und Logopädie von ca. 1,5 Mrd. Euro. Die prozentualen Steigerungen zum Vorjahr betragen bei der Ergotherapie 20,3 Prozent (!) und bei der Logopädie 7,8 Prozent.
Bruttoumsatz je 1.000 Versicherte
Interessant für so manchen Praxisbetreiber sind auch die Umsatzzahlen je 1.000 Versicherte. Diese betrugen in der Physiotherapie 133.405 Euro (plus 7,3 Prozent), in der Ergotherapie 34.419 Euro (plus 19,9 Prozent) und in der Logopädie 20.043 Euro (plus 7,5 Prozent).
Behandlungseinheiten
Und mit wie vielen Behandlungen wurden jetzt all diese Umsätze erzielt? Auch darüber geben die Zahlen des GKV-HIS Auskunft. In der Physiotherapie waren es im abgelaufenen Jahr 271,2 Mio., in der Ergotherapie 33,6 Mio. und in der Logopädie ca. 19 Mio. Behandlungseinheiten.
Die TOP 3 der umsatzstärksten physiotherapeutischen Leistungen
2. KG-ZNS Erwachsene (Einzel): 11,5 Prozent
3. Manuelle Therapie: 11,2 Prozent
Vertiefte Betrachtung der Kennzahlen
Steigerungen in der Ergotherapie
Auffallend ist die Umsatzsteigerung von über 20 Prozent in der Ergotherapie. Auf den ersten Blick erscheint dies nachvollziehbar; gab es doch eine signifikante Erhöhung der Vergütungssätze in benanntem Zeitraum und die Anzahl der Behandlungseinheiten stieg ebenfalls um über 7 Prozent.
Woraus letztgenannter Anstieg allerdings resultiert, bleibt das Geheimnis der Autoren vom GKV-Spitzenverband. Die Auswertung 6.2. "Ergotherapie: Umsätze und Mengen je Einzelleistungen von Januar bis Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum" weist jedenfalls für alle Einzelleistungen einen Rückgang der Behandlungseinheiten aus; bei den Hausbesuchen sogar um 26 Prozent!
Man hört, die Ergotherapiepraxen würden in den letzten Monaten verstärkt von der Möglichkeit der Parallelbehandlung Gebrauch machen. Hier können zwei Pat. gleichzeitig behandelt werden. Belegen lässt sich diese These aber mit den vorliegenden GKV-HIS Zahlen nicht.
Blankoverordnung
Physiotherapie – eingeführt 1.11.2024
Von den 271,2 Mio. Behandlungseinheiten entfallen 11,4 Mio. auf die Blankoverordnung. Dies entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass man bei Einführung der Blankoverordnung von einem Anteil von 8 bis 10 Prozent ausging.
Worüber diese Veröffentlichung keine Auskunft gibt, ist die Verteilung der einzelnen Heilmittel, die innerhalb der Blankoverordnung eingesetzt wurden. Hierfür muss man sich mit dem gesonderten Reporting-System des GKV-Spitzenverbandes zur Blankoverordnung auseinandersetzen (wir berichteten). Tut man dies (sich an), wird man Folgendes feststellen:
Schulterpatienten mit Blankoverordnung bekamen u. a. zu
• 34,6 Prozent Manuelle Therapie,
• 11,6 Prozent Wärmeanwendungen und
• 7,4 Prozent KG-Gerät.
Ist dies nun gut oder schlecht, viel oder wenig?
Nun die Kassen argumentieren überspitzt ausgedrückt: Seht her, die gierigen Therapeuten nutzen die Freiheit aus und setzen nun viel häufiger höherpreisige Anwendungen (MT und KGG) ein.
Von therapeutischer Seite wird (hoffentlich) entgegnet – wiederum überspitzt ausgedrückt:
Entschuldigung! Was wollt Ihr eigentlich? Dass ein muskelgeführtes Gelenk vermehrt aktive Therapie verlangt, dürfte nicht überraschen; außerdem deckt sich diese Vorgehensweise mit den aktuellen Leitlinien. Viel eher sollten Sie ein schlechtes Gewissen haben, dass Ihre Patienten bisher so schlecht und nicht state of the art behandelt wurden!
Welche der beiden Erzählungen sich langfristig durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Im Sinne der Patienten hoffen wir die letztere.
Ergotherapie – eingeführt 1.4.2024
Hier sieht die Situation anders aus. Von den 33,6 Mio. Behandlungseinheiten entfallen auf die Blankoverordnung 5,3 Mio.; dies entspricht einem Anteil von 15,8 Prozent.
"Passivgeist?"
Als wir letztens an dieser Stelle von einem "Passivgeist" in den Physiopraxen schrieben, ernteten wir auf diversen Kanälen Widerspruch. Anlass für uns, dies in der aktuellen Berichterstattung etwas genauer anzuschauen.
Und es scheint, als müssten wir "unsere Worte aus dem letzten Jahr ein Stück weit wieder aufessen". Zwar übersteigen die "Ergänzenden Maßnahmen" in absoluten Zahlen die Position "KG-Gerät" immer noch um ein Vielfaches (im Gegensatz zu den Massagen). Doch der Trend geht klar hin zur aktiven Therapie. So stieg die Anzahl der KG-Gerät-Behandlungen um 9,5 Prozent, wohingegen die "Ergänzenden Maßnahmen" um 6,7 Prozent und die Massagen um 15,3 Prozent abnahmen.
Noch drastischer wird es, wenn man das Bild aufzieht und den letzten 5-Jahreszeitraum betrachtet. In dieser Periode stiegen die KG-Gerätebehandlungen um satte 68 Prozent. Die "Ergänzenden Maßnahmen" sanken dagegen um 15 und die Massagen brachen sogar um 42 Prozent ein.
Aktive versus Passive Heilmittel 2025:
Kassenjammer
Die gesetzlichen Krankenkassen jammern gerne immer wieder über die Höhe der Heilmittelausgaben, jedoch nie über die Höhe ihrer Nettoverwaltungsausgaben – eigentlich merkwürdig.
Denn zieht man die von Patienten geleisteten Zuzahlungen von den "Bruttoausgaben Heilmittel" ab und betrachtet rein das, was die Kassen an Physio, Ergo und Co. bezahlen müssen, stellt man fest: Hopperla, das ist ja ungefähr so viel wie sie sich selbst als Nettoverwaltungsausgaben gönnen – beides entspricht ungefähr 3,8 Prozent der Gesamtausgaben.
Sonstige Quellen
• Kompletter GKV-HIS Bericht für 2025
• Schnellinformation des GKV-Spitzenverbandes zur Blankoverordnung in der Physiotherapie
Friedrich Merz / physio.de
GKV-HIS2025BlankoverordnungPhysiotherapieErgotherapieLogopädie
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margarisa schrieb:
bitte bedenken, dass auch reine KG eine aktive Behandlung ist. Oft anstrengender, funktioneller und dynamischer als KGgerät.
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Physiokineo schrieb:
@margarisa wie sollen 15 Minuten anstrengender sein als 60
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Mr. Freeze schrieb:
....wie überall sind es letztlich die Fakten und Zahlen die bei den nächst anstehenden Verhandlungen uns Heilmittelerbringern weiter bringen können. (Wir sind ja immer die Bösen, für die GKV) 😈
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Unsichtbar schrieb:
@Mr. Freeze Die Zahl nennt sich dann Grundlohnrate.
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MikeL schrieb:
Danke Friedrich, dass Du am Ende den Finger mit belegbaren Zahlen auf die Krankenkassen gerichtet hast!
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MikeL schrieb:
Ich denke mal, dass sich dies schon allein aus der Blankoverordnung ergibt. Zählt man nur die Zahl der Verordnungen, ist es schon ein Unterschied, ob man drei Verordnungen mit 6 Behandlungseinheiten oder eine Verordnung mit 18 Behandlungseinheiten abrechnet.
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Unsichtbar schrieb:
Interessant, dass die Physiotherapie der einzige HM-Bereich ist bei dem die Anzahl der Verordnungen abgenommen hat.
Die Politik hat dem mit dem TSVG Rechnung tragen wollen und die Preise politisch angepasst.
Die Kassen tun nun so, als griffen die Therapierenden mal im Vorbeigehen in die Kassen und lebten in Saus und Braus.
Das Gegenteil ist der Fall und ich frage mich, wie man abseits der Propaganda eigentlich die Versorgung organisieren will.
Mittlerweile spielt die Meinung der Kassen, Politik oder Verbände keine Rolle mehr, weil Demographie bedingt die Versorgung schlechter wird bei steigender Nachfrage.
Egal welche Maßnahmen eingeleitet werden, der Schrumpfungsprozess ist nicht mehr umkehrbar bis 2035 (maximaler Prognosezeitraum)
Wir werden also auf der Versorgungsseite den gleichen Druck bekommen, wie in der Pflege vor 5 Jahren mit dem Ergebnis, dass es weitere Anpassungen in der Therapie geben wird.
Da man das jetzt schon weiß, könnte man dem Rechnung tragen und einfach den Bullshit und die Propaganda sein lassen, damit wir über die Versorgung sprechen können.
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2019 vs. 2025:
Verordnungsblätter:
33 Mio. vs. 31,5 Mio.
Behandlungseinheiten:
260 Mio. vs. 271 Mio.
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Unsichtbar schrieb:
Spannende Behauptung. Hier die Fakten.
2019 vs. 2025:
Verordnungsblätter:
33 Mio. vs. 31,5 Mio.
Behandlungseinheiten:
260 Mio. vs. 271 Mio.
Und bevor Du jetzt die dritte Nachkommastelle diskutierst, schau Dir die Versorgungsentwicklung an.
Es ist doch unbestreitbar, dass wir auf echte Probleme zulaufen.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Unsichtbar 4% in 5 Jahren bei dem demographischen Druck ist doch kein Wachstum. Abgesehen davon fällt angesichts der Demographie in unserem eigenen Berufsstand das Angebot.
Und bevor Du jetzt die dritte Nachkommastelle diskutierst, schau Dir die Versorgungsentwicklung an.
Es ist doch unbestreitbar, dass wir auf echte Probleme zulaufen.
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Unsichtbar schrieb:
Das Therapieangebot wird sich zukünftig reduzieren. Aber wer hat den Versorgungsauftrag?
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Unsichtbar Die Frage nach der Verantwortung ändert an den Notwendigkeiten nichts.
Aber erkläre das mal dem Tom!
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MikeL schrieb:
@Jens Uhlhorn
Aber erkläre das mal dem Tom!
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Unsichtbar schrieb:
Oh, ich habe sogar ein Lösungsvorschlag: Die neue Selbstständigkeit ( vorraussichtlich ab 2028 ) für rechtssichere freie Mitarbeitertätigkeit.
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Horatio72 schrieb:
@Unsichtbar Glaskugel-Tom ist wieder unterwegs.
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ali schrieb:
@Unsichtbar Voll lukrativ für den "FM"...RV vom Umsatz...
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Unsichtbar schrieb:
@ali Ich halte es auch für etwas übergriffig , aber wenn das der Preis dafür ist...
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Jens Uhlhorn schrieb:
Viel entscheidender ist die langfristige Betrachtung. Seit 2019 hat es de facto kein Mengenwachstum mehr gegeben. Demographisch zu erwarten gewesen wären 2,5% p.a., also ein Plus von rd.15% bis 2025. Die Wartelisten werden also länger und das gesamte System gerät unter Stress.
Die Politik hat dem mit dem TSVG Rechnung tragen wollen und die Preise politisch angepasst.
Die Kassen tun nun so, als griffen die Therapierenden mal im Vorbeigehen in die Kassen und lebten in Saus und Braus.
Das Gegenteil ist der Fall und ich frage mich, wie man abseits der Propaganda eigentlich die Versorgung organisieren will.
Mittlerweile spielt die Meinung der Kassen, Politik oder Verbände keine Rolle mehr, weil Demographie bedingt die Versorgung schlechter wird bei steigender Nachfrage.
Egal welche Maßnahmen eingeleitet werden, der Schrumpfungsprozess ist nicht mehr umkehrbar bis 2035 (maximaler Prognosezeitraum)
Wir werden also auf der Versorgungsseite den gleichen Druck bekommen, wie in der Pflege vor 5 Jahren mit dem Ergebnis, dass es weitere Anpassungen in der Therapie geben wird.
Da man das jetzt schon weiß, könnte man dem Rechnung tragen und einfach den Bullshit und die Propaganda sein lassen, damit wir über die Versorgung sprechen können.
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jürgen553 schrieb:
Wann kommen die Studien ,die nachweisen dass durch Physiotherapie Operationen vermieden werden oder die Patienten wieder schneller nach Problemen in den Arbeitsmarkt integriert worden sind oder ältere Patienten weniger Pflege benötigen? Für diese Themen benötigen wir dringend universitäre Unterstützung
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