physio.dephysio.de
  • Jobs
  • Kleinanzeigen
  • Ausbildung
    • Ausbildung
    • Schulen
    • Studium
    • Skripte
  • Selbstständig
    • Preislisten
    • Fortbildungen
    • Terminplan
    • Firmen und Produkte
    • Praxisbörse
  • Infothek
    • Infothek
    • Datenschutz (DSGVO)
    • News
    • Heilmittelrichtlinie
    • Skripte
    • Bücher
    • Praxisverzeichnis
  • Foren
    • Neue Beiträge
    • Physiotherapie
    • Blankoverordnung
    • Heilmittelrichtlinie
    • Selbstständig
    • Ergotherapie
    • Logopädie
    • Arbeit
    • Schüler
    • Therapiemethoden
    • Freie Mitarbeit
    • Recht & Steuern
    • Sonstiges
  • Anmelden

Finsterwalde, Brandenburg

ASKLEPIOS Als einer der größten
privaten Klinikbetreiber in
Deutschland verstehen wir uns als
Begleiter unserer Patient:innen –
und als Partner unserer
Mitarbeitenden. Wir bringen
zusammen, was zusammengehört:
Nähe und Fortschritt, Herzlichkeit
und hohe Ansprüche, Teamwork und
Wertschätzung, Menschen und
Innovationen.

Wir suchen für die Asklepios
Fachkliniken Brandenburg GmbH für
den Standort Lübben einen

Physiotherapeut (w/m/d) für die
Tagesklinik Finsterwalde der Klinik
für ...
0
Ernährung
Dicker Arm durch Bakterien im Darm
Beeinflusst unser Mikrobiom das Muskelwachstum?
05.06.2026 • 0 Kommentare
Lizenz: CC-BY •
„Der Mensch ist, was er isst“, erkannte schon 1850 der deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach. Seitdem ist viel Zeit für Ernährungsforschung vergangen, in der unter anderem ermittelt wurde, was der Mensch essen muss, um möglichst viele Muskeln aufzubauen: 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag sind optimal für den Muskelzuwachs. Verpönt (ohne dass dies wissenschaftlich belegt wäre) ist in der Bodybuilding-Szene der Lauch, durch den (ganz nach Feuerbachs Devise) der Konsument dünn und hager wie der Porree selbst werden soll.

Das ist allerdings etwas einfach gedacht, denn Gemüse (wie auch der Lauch) enthält Ballaststoffe, die sich positiv auf das Darmmikrobiom auswirken. Mittlerweile sind sich Fachleute einig, dass die Bakterienvielfalt im Dickdarm weitaus wichtiger ist als lange angenommen. So könnten etwa bestimmte Bakterienstämme eine Rolle bei der Entstehung neurodegenerativer oder entzündlicher Krankheiten spielen. Denkbar ist sogar, dass bestimmte Einzeller den Muskelaufbau verbessern könnten. Erste Schritte, um dieses Phänomen zu überprüfen, wurden jetzt gemacht – dem Lauch könnte ein Imagewechsel bevorstehen.

Auf Spurensuche
Zunächst einmal mussten die ForscherInnen potenziell muskelkraftfördernde Bakterienstämme identifizieren. Dafür untersuchten sie das Darmbiom von 90 gesunden jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sowie von 33 Personen ab 65 Jahren und verglichen diese mit gängigen Kraftmessungen, wie der Griffkraft und der Maximalkraft auf der Beinpresse und beim Bankdrücken. Zusätzlich wurde das VO2max erhoben. Und tatsächlich entdeckten die WissenschaftlerInnen ein Signal in den Daten: Wer das Bakterium Roseburia inulinivorans in seinem Mikrobiom beherbergte, wies durchschnittlich mehr Muskelkraft auf.

Experimenteller Beweis
Diese Daten allein reichen noch lange nicht, um eine Aussage darüber zu treffen, ob der Bakterienstamm auch wirklich dazu führt, dass Menschen mehr Muskeln aufbauen. In einer zweiten Versuchsreihe transplantierten die WissenschaftlerInnen die Roseburia-Bakterien in den Darm von Mäusen – acht Wochen lang, jeweils einmal die Woche. In der Zeit durften die Nager fleißig trainieren. Vor dem Experiment wurde das bestehende Mikrobiom durch eine Antibiotikakur entfernt. Nach vier, sechs und acht Wochen verglichen die ForscherInnen die Griffkraft der Vorderpfoten mit der von Mäusen aus einer Kontrollgruppe ohne Roseburia-Stämme. Tatsächlich wies die Interventionsgruppe eine um 30 Prozent höhere Muskelkraft auf. Dazu fanden die ForscherInnen einen deutlich höheren Anteil von Typ-II-Muskelfasern in Biopsien des Musculus Soleus.

Stuhltransplantation gegen Muskelschwund?
Die Stuhltransplantation als Muskel-Doping wird auch nach Veröffentlichung dieser Daten noch eine Weile auf sich warten lassen, denn die Daten sind weiterhin unscharf und benötigen weitere Experimente, um die Erkenntnisse zu bestätigen. Was bewirkt die Kraftsteigerung? Mehr Muskelmasse? Neurophysiologische Prozesse? Weniger Entzündung? Bisher liegen hierfür keine Antworten vor. Natürlich fehlen auch Langzeitdaten über die potenzielle Wirksamkeit der Bakterien. Wer nicht auf die Studienergebnisse warten und seine eigenen Roseburia-Stämme trainieren will, kann versuchen, mehr Inulin zu sich zu nehmen. Roseburia inulinivorans erhielt seinen Namen, weil es sich von dem Ballaststoff besonders gerne ernährt (Quelle). Inulin gehört zu den Fructanen und ist besonders reichlich in Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Chicorée, Topinambur und ausgerechnet im so sehr verpönten Lauch enthalten, der als Sinnbild fehlender Muskelmasse gilt.

Feuerbach hatte also unrecht: Wer kein Lauch sein will, sollte eben diesen regelmäßig essen. Na dann, guten Appetit.

Daniel Bombien / physio.de

Mehr Lesen über

MuskelkraftErnährungDarmStudie


abonnieren


    Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.

Mein Profilbild bearbeiten

Das könnte Sie auch interessieren

Muskel
Das optimale Hypertrophietraining
Was sagt die Wissenschaft?
29.05.2026 • Von D. Bombien
Training
Kraft und Muskelmasse im hohen Alter
Können über 85-jährige Menschen noch Muskeln und Kraft aufbauen?
18.09.2025 • Von M. Römhild
Training
Eistonne für die Tonne?
Wie kaltes Wasser das Muskelwachstum beeinflusst.
31.10.2025 • Von M. Römhild
Alle Artikel zum Thema

© 2026 physio.de - Physiotherapie in Deutschland  Impressum - Datenschutz - AGB - Diese Seite weiter empfehlen - Ihre E-Mail an uns